Debian 13 Mailserver-Guide: Die Tücken veralteter Paketquellen
Das Problem
beginnt, wenn man dem Tutorial von Pieter Bakker folgt und dann,
statt ihm wirklich zu folgen, eine kleine Abkürzung versucht. Da Debian 13 über
den apt-Befehl noch PostfixAdmin in der veralteten Version 3.3.15
mitbringt, gibt es dann wegen fehlender Features Fehler.
Pieter Bakker setzt in seinem Version 4.x voraus. Und die hat einen entscheidenden Vorteil, was die Nutzung der Verschlüsselung der Passwörter in der MySQL-Datenbank angeht. Das ist wichtig im Zusammenspiel zwischen PostfixAdmin und Dovecot. Ich habe lange gebraucht, denn es hat immer nur an einer Stelle funktioniert und an einer anderen dafür nicht. Hat man den Fehler gefixt, klappte aber das ursprünglich Funktionierende nicht mehr.
Das
Problem: Pieter Bakker empfiehlt dafür den Algorithmus
ARGON2I – das gibt aber mit der Debian Version Fehler, denn den
versteht PostfixAdmin erst ab der von ihm verwendeten Version 4 nativ. Anhand
der Fehlermeldung wird dann im Netz empfohlen, das Modul php_argon
zu installieren – das sind aber alles alte Sachen, die so nicht mehr
funktionieren. Es soll auch Sodium für PHP installiert werden, natürlich selbst
kompiliert – das findet man aber nur für die veraltete PHP 7.x und ähnliches.
Alles nur wegen der 3.3er-Version.
Installiert man die 4.x-Version entweder direkt von der PostfixAdmin Homepage oder per Debian Unstable, ist das alles kein Problem mehr. PHP 8.4 kann mit ARGON2I direkt umgehen, keine Zusatzpakete erforderlich und PostfixAdmin kann das auch ohne Hilfsmittel. Und Dovecot kann ebenfalls mit ARGON2I über die MySQL-Datenbank umgehen. Sprich alles läuft so wie im Tutorial beschrieben für den kleinen Preis ein Programm zu haben, dass nicht automatisch per apt upgrade aktualisiert wird.
Fazit: Die Faulheit, PostfixAdmin einfach aus den Trixie-Paketen zu nutzen, hat mich viel Zeit und Kopfzerbrechen gekostet.